The Reach – In der Schusslinie

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Solider Thriller mit einem sadistischen Michael Douglas als Menschenjäger

Als Fährtenleser kennt sich Ben (Jeremy Irvine) in der Mojave-Wüste wie kein anderer aus, weshalb er sein Geld damit verdient, jagdbesessene Touristen zu ihren Beutetieren zu führen. Bens neuester Kunde, der steinreiche Geschäftsmann John Madec (Michael Douglas), kommt nicht nur arrogant, sondern auch mit einer imposanten Ausrüstung daher. Doch erlegt Madec damit nicht etwa ein Wildtier, sondern aus Versehen einen Vertreter der Spezies Mensch. Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, bietet er Ben einen unmoralischen Deal an. Als dieser das Angebot letztlich ausschlägt, kommt es in der glutheißen Wüstenlandschaft zu einem tödlichen Duell…

Auf die Rolle des skrupellosen Geschäftsmannes hat Michael Douglas spätestens seit seinem Welterfolg “Wall Street” ein Abo – die Figur des unterkühlten Protagonisten mit Alpha-Männchen-Status und dem Streben nach Macht ist ihm einfach wie auf den Leib geschrieben. In Jean-Baptiste Leonettis kleinem Thriller “The Reach – In der Schusslinie” darf Douglas jetzt auch mal physisch brutal zu Werke gehen und weiß sich dabei genregerecht in Szene zu setzen.

Die Prämisse des Films ist denkbar einfach: Zwei Männer stehen sich vor faszinierender Naturkulisse in einem ungleichen Wettkampf gegenüber. Ungleich deshalb, weil der Hobbyjäger und Milliardär mit seinem aufgemotzten Geländewagen und einem Gewehr auf dem allerneusten technischen Stand klares Chancenübergewicht im Vergleich zu seinem potentiellen Opfer Ben hat. Dabei läuft Douglas als zynischer Geschäftsmann im stilsicheren Freizeit-Look mit lässigem Cowboyhut und gelb getönter Sonnenbrille zur Hochform auf. Nachdem seine Bestechungsversuche fehlgeschlagen sind, findet er zunehmend Gefallen an der Jagd auf Menschen und strahlt dabei eine überzeugend böse Aura aus.

Auch die einfallsreichen Fluchtwege wie die alten Schächte, die sich der Gejagte sucht, tragen zur Spannung bei – genauso wie die Tortour, die der junge Einheimische in Form der erbarmungslos nieder brennenden Sonnen und der fiesen Psycho-Spiele seines Peinigers ertragen muss. Jeremy Irvine (“Die Gefährten”) macht seine Sache als Gegenspieler gut, wobei der Part mit Bens Beziehungsproblemen, die vorwiegend in seinen Träumen und Gedanken zum Ausdruck kommen, doch arg konstruiert wirkt und nicht ins Gesamtbild passen will. Ansonsten hält Regisseur Leonetti das Tempo hoch, auch wenn die ganz großen Überraschungen ausbleiben und manche Sprüche und Aktionen der Figuren mitunter etwas albern sind. Das gilt besonders für das Finale, das dann doch zu dick aufgetragen und klischeehaft rüberkommt, was “The Reach” aber nicht das Prädikat eines standesgemäßen Thrillers verwehrt, der vor allem Fans von Michael Douglas gefallen wird.

by Stefan Huhn

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Infos zur DVD & Blu-ray von The Reach - In der Schusslinie
 
Veröffentlichung25.09.2015
Länge91 Minuten
GenreThriller
Regie Jean-Baptiste Leonetti
DarstellerMichael Douglas, Jeremy Irvine,
Hanna Mangan Lawrence
u.a.
VerleihUniversum Film
Punkte6/10

Copyright Trailer & Bilder: © Universum Film

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