Schlagwort-Archiv: Jonathan Rhys Meyers

Unsterblichkeit: Kolumne zur TV-Serie “Dracula”

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Um sie spannen sich Sagen und Mythen. Geschichten von Zauberern und Schamanen, von Götzenbildern und Göttern. Die Rede ist von der allerseits gejagten, der nie nachweislich erreichten, der so unglücklich ersehnten, so hoffnungslos erhofften, so ausschweifend erdichteten Unsterblichkeit. Seit er geboren wurde, leidet der Mensch an einer Krankheit, die sich Sterben nennt. Oder erkrankt er mit der Geburt an einer, die sich das Leben nennt? Wäre die Heilung der Sterblichkeit der ultimative Tod? Erst der Tod macht das Leben besonders, und doch bleibt Todlosigkeit ein ungleich großer, wenn auch unvergleichlich zerstörerischer Lebenswunsch des Menschen.

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Albert Nobbs

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Lange, lange ist sie her, die Oscar-Verleihung 2012. Erst jetzt, mehr als 1,5 Jahre später, erscheint das damals 3-fach nominierte Historiendrama “Albert Nobbs” auch hierzulande. Das Herzensprojekt von Haupotdarstellerin, Co-Produzentin und Co-Autorin Glenn Close hat seine Oscar-Nominierungen dabei durchaus verdient. Wohin man sich auch wendet zeigt “Albert Nobbs” die schauspielerische Brillianz seines Spitzencasts – die seiner beiden Hauptdarstellerinnen und genauso die von historenerprobten Nebendarstellern wie ehemaligem Winston Churchill Brendan Gleeson und langjährigem King Henry VIII. Jonathan Rhys Meyers. Die Zeitreise zurück ins Dublin des 19. Jahrhundert, als von Frauenrechten noch keine Rede war, gelingt Regisseur Garcias Drama über darstellerische Klasse, gänzlich kinofremde Farben und eine perfektionierte Location einwandfrei und doch will man einfach nicht mit Albert fühlen…

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