Pacific Rim

In Guillermo del Toros Action-Blockbuster PACIFIC RIM kracht es gewaltig – allerdings stellen sich beim Zuschauer aufgrund permanenter Wiederholungen schnell Ermüdungserscheinungen ein.


Das imposante Intro gibt die Vorgeschichte preis: Aus einer Dimensionsspalte am Grund des Pazifischen Ozeans entfleucht ein riesiges Ungeheuer, das direkt Kurs auf San Francisco nimmt, um dort seiner Zerstörungswut freien Lauf zu lassen. Zehntausende Menschen sterben bei diesem gewaltigen Angriff und nur mit den größten Anstrengungen kann das Monster besiegt werden. Doch in der Folgezeit kommt es immer wieder zu Übergriffen der bösartigen Kreaturen, so dass sich die Regierungen der Welt zusammentun, um das sogenannte Jaeger-Programm ins Leben zu rufen. Die Jaeger sind Kampfmaschinen so groß wie ein Hochhaus, die von zwei mittels einer Neuronenbrücke verbundenen Piloten gesteuert werden. Zu den Besten ihres Fachs gehören der Jaeger-Pilot Raleigh (Charlie Hunnam) und seine neue Partnerin Mako (Rinko Kikuchi), die das Schicksal der ganzen Menschheit in ihren Händen halten…

Von Guillermo del Toro ist man fantasievolle Welten gewohnt. Besonders gut in Erinnerung bleibt PANS LABYRINTH, in dem der Regisseur die gleichsam gruselige wie berührende Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, das in Spanien zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in eine Märchenwelt abtaucht. Bemerkenswert sind auch die handgemachten Spezial-Effekte. Im krassen Gegensatz dazu steht die CGI-Materialschlacht in PACIFIC RIM – menschliche Riesenroboter messen sich am laufenden Band mit den Ungeheuren aus der Tiefe, was beim ersten Zusehen noch Spaß macht, dann aber seinen Charme verliert.

Auch die drumherum gestrickte Story um Heldentum und gesellschaftliche Missstände wirkt arg konstruiert – einen Ansatzpunkt zur Identifikation mit den Charakteren sucht man vergebens. Nur gelegentlich blitzt del Toros Einfallsreichtum auf, wie bei der Präsentation eines Schwarzmarktes, auf dem das begehrte Fleisch der Meeres-Bestien verkauft wird. Hier trifft man mit HELLBOY-Darsteller Ron Perlman auf einen alten Bekannten Toros, der für einige Pointen sorgt, die aber den Gesamteindruck des Films nicht verbessern können: PACIFIC RIM hangelt sich von einer Action-Szene zur anderen und lässt so etwas wie düstere Atmosphäre – die angesichts der Bedrohung, die von den Monstern ausgeht, durchaus vorhanden sein könnte – nicht zu.

by Stefan Huhn

TRAILER

Infos zu Pacific Rim
 
Kinostart18.07.2013
Länge130 Minuten
GenreScience Fiction / Action
RegieGuillermo del Toro
DarstellerCharlie Hunnam
Idris Elba
Rinko Kikuchi
u.a.
VerleihWarner Bros.
Punkte5 / 10