X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

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Bryan Singers Superhelden-Epos X-Men: ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT ist erzählerisch und optisch einer der stärksten Beiträge der Mutanten-Saga

Der erbitterte Krieg zwischen Menschen und Mutanten neigt sich dem Ende zu, denn gegen die gnadenlosen Sentinel-Roboter haben auch die X-Men keine Chance. Doch es gibt noch eine Möglichkeit, das Blatt zu wenden: Logan aka Wolverine (Hugh Jackman) soll mit Hilfe einer durch die Fähigkeiten von Kitty Pride (Ellen Page) ermöglichten Zeitreise in das Jahr 1973 zurückkehren. Seine Aufgabe besteht darin, die Erzfeine Charles Xavier (James McAvoy) und Erik Lehnsherr (Michael Fassbender) wieder zu vereinen und darüber hinaus den Anschlag von Mutantin Mystique auf den Sentinel-Entwickler Dr. Bolivar Trask (Peter Dinklage) zu unterbinden – denn eben dieses Attentat führte in der Vergangenheit zur Entscheidung des US-Präsidenten Nixon (Mark Camacho), die Roboter offiziell zu genehmigen. Logan ist sich der Verantwortung seiner Mission bewusst und setzt alles daran, den Lauf der Geschichte zu Gunsten der Mutanten zu verändern…

Die Marvel-Superhelden mit Mutanten-Fähigkeiten gehen in X-MEN: ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT bereits in die fünfte Runde. Nachdem beim Vorgänger X-Men: ERSTE ENTSCHEIDUNG Regisseur Matthew Vaughn das Zepter in die Hand genommen hat, kehrt nun mit Bryan Singer der Macher der ersten beiden Teile zurück an Bord und legt dabei hinsichtlich des Looks und der Dramatik noch eine Schippe drauf. Allein schon das Zeitreisenelement der Erzählung bringt ein ganzes Sammelsurium an genialen Ideen und Plotwendungen mit sich. So werden die 70er- Jahre, in die Logan reisen muss, mit viel Gespür fürs Detail wiedergegeben, wobei auch die für einen Blockbuster unumgänglichen Kinolacher ins Konzept passen – wenn etwa Wolverine seine Krallen einsetzt und diese nicht aus Stahl, sondern in einer frühen Holzversion aus seinem Körper schnellen. Auch historische Persönlichkeiten der USA werden mit einfallsreiche Pointen belegt – ohne zu viel zu verraten, sei auf eine charmant-witzige Anekdote mit John F. Kennedy hingewiesen.

Zudem nimmt sich Singer genug Zeit, die Charaktere seiner Inszenierung ausführlich zu beleuchten. Nie zuvor hat es eine solche Vielzahl an Mutanten in einem X-MAN-Film gegeben – Singer holt einige Figuren aus der Trilogie à la Professor X und M;agneto zurück und damit auch ihre charismatischen Darsteller wie Patrick Steward und Ian McKellen erneut ins Spiel. Zudem gibt es eine Reihe von neuen Mutanten mit sagenhaften Begabungen – vom superschnellen Quiksilber (Evan Peters) der aus einer bedrohlichen Situation im Pentagon eine im wahrsten Sinne des Wortes entwaffnende Aktion hinlegt, bis hin zum wilden Beast (Nicholas Holt), der mit seinem ungezügeltem Temperament Wolverine in Nichts nachsteht.. Auch die Action ist stimmig – die temporeichen und abwechslungsreichen Auseinandersetzungen zwischen Mutanten und den bedrohlichen Sentinel-Roboter ziehen den Zuschauer von Beginn an in ihren Bann. Und wie gehabt sollte der Kinobesucher beim Abspann noch sitzen bleiben, da es noch eine nicht unwesentlich Szene hinten drauf gibt.

by Stefan Huhn

Infos zu X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
 
Kinostart22.05.2014
Länge132 Minuten
GenreAction/Science-Fiction
Regie Bryan Singer
DarstellerHugh Jackman,
Ellen Page,
James McAvoy
u.a.
Verleih20th Century Fox
Punkte7/10

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