The Texas Chainsaw Massacre

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Tobe Hoopers THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE wird aufgrund seiner verstörenden Atmosphäre und ungezügelten Rohheit zu Recht als Meilenstein des Horrorgenres gefeiert

Die Geschwister Franklin (Paul A. Partain) und Sally (Marilyn Burns) durchqueren gemeinsam mit ihren Freunden Kirk (William Vail), Jerry (Allen Danziger) und Pam (Teri McMinn) in einem Kleinbus das texanische Hinterland, um das Haus ihrer Großeltern aufzusuchen. Auf dem Weg gabeln sie einen merkwürdigen Anhalter (Edwin Neal) auf. Als dieser sich plötzlich mit einem Messer in die eigene Hand schneidet, werfen die Jugendlichen den bedrohlichen und offensichtlich geistig verwirrten Mann aus dem Fahrzeug. Noch ahnen die fünf Freunde nicht, dass sie bald auch den Rest der mörderischen Familie des unheimlichen Mitfahrers kennenlernen werden…

Als Tobe Hoopers Low-Budget-Streifen THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE 1974 das Licht der Welt erblickte, konnte noch niemand ahnen, dass sich dieser zu einem der wegweisendsten Horrorfilme der Kinogeschichte entwickeln sollte. Die deutschen Zensurbehörden, die in Bezug auf mediale Gewalt bekanntermaßen besonders empfindlich reagieren, attestierten Tobe Hoopers Werk Gewaltverherrlichung und beschlagnahmten es. Nachdem die Indizierung 2011 aufgehoben und der Film in seiner Uncut-Fassung für die Heimkinoveröffentlichung freigegeben wurde, erfährt er nun endlich auch die Würdigung einer ungekürzten Wiederaufführung in ausgewählten Kinos Deutschlands.

Die Listenstreichung wurde auch Zeit, denn der Fokus von BLUTGERICHT IN TEXAS – so der ursprüngliche deutsche Titel – liegt im Vergleich zu heutigen Gewaltexzessen im Kino gar nicht mal so sehr auf der expliziten Darstellung von Brutalitäten, sondern lässt das Grauen vornehmlich in den Köpfen der Zuschauer entstehen. Besonders dann, wenn der mittlerweile zur Kultfigur avancierte Protagonist Leatherface in Aktion tritt, wie in der berühmt-berüchtigten Szene, in der er eines seiner Opfer an einen Fleischerhaken hängt. Ein Vorgang, bei dem keine Details gezeigt werden, der Täter jedoch so unbarmherzig mit der jungen Frau umgeht, dass sich dem Betrachter der Magen umdreht.

Zudem ist der von Gunnar Hansen verkörperte Schlächter mit seiner aus menschlicher Haut angefertigten Ledermaske ein verstörender Anblick, genauso wie die übrigen Mitglieder der Kannibalenfamilie einen schaurigen Eindruck hinterlassen. Auch der bizarre und nervenzerreißende Soundtrack sowie die schnellen Schnittfolgen mit den Close-ups auf menschliche und tierische Leichnamen tragen zur unheilvollen Atmosphäre bei. So wird THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE, der lose auf den Taten des realen Serienmörders Ed Gein basiert, zur schockierenden Konfrontation mit dem personifizierten Bösen und dessen Einzug in die Realität von ganz normalen Menschen. Dank seiner düsteren Optik, der verstörenden Stimmung und der bedrohlichen Präsenz von Leatherface und Co. ist Hoopers Kultfilm ein bedeutender Genre-Beitrag und daher ein Muss für jeden Horrorfan

by Stefan Huhn

Infos zu The Texas Chainsaw Massacre
 
KinostartDeutscher Kinostart:
25.08.1978,
Wiederaufführung:
04.09.2014
Länge83 Minuten
GenreHorror
Regie Tobe Hooper
DarstellerMarylin Burns,
Allen Danziger,
Gunnar Hansen
u.a.
VerleihDrop-Out Cinema
Punkte9/10

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