Planet der Affen: Revolution

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Matt Reeves’ PLANET DER AFFEN: REVOLUTION ist tricktechnisch auf höchstem Niveau, während das Science-Fiction-Spektakel inhaltlich wenig zu bieten hat

Nachdem der in einem Alzheimer-Labor gezüchtete Virus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat, gibt es auf der Erde nur Restbestände zivilisatorischen Zusammenlebens. So etwa wie in einer Kolonie in San Francisco, die unter Anführung von Malcom (Jason Clarke) und Dreyfus (Gary Oldman) den widrigen Umständen der apokalyptischen Welt trotzt. Als sich die Energievorräte dem Ende zuneigen, macht sich ein Trupp auf in den die bewaldeten Hügel, um den dortigen Staudamm zu inspizieren. Dabei machen die Kundschafter die Entdeckung eines hochentwickelten Affenvolkes, dessen Anführer Caesar (Andy Serkis) den menschlichen Eindringlingen mit äußerster Skepsis begegnet…

Mit “Planet der Affen” erschuf Regisseur Franklin J. Schaffner im Jahr 1968 eine spektakuläre Verfilmung des gleichnamigen Romans von Pierre Boulle. Die atemberaubende Kulisse geht in dem Science-Fiction-Klassiker Hand in Hand mit gesellschaftskritischer Intention. Es folgten vier Fortsetzungen und eine mittelmäßiges Remake von Tim Burton, bevor Rupert Wyatts der Thematik 2011 mit dem Reboot “Planet der Affen: Prevolution” neue Impulse verlieh. Nun legt Regisseur Matt Reeves die Fortsetzung nach, doch PLANET DER AFFEN: REVOLUTION wird den hohen Erwartungen nur in Sachen Optik vollständig gerecht.

So erweist sich Reeves’ Inszenierung doch als etwas zu actionlastig. Sicherlich sind die dargebotenen Kämpfe zwischen Menschen und Affen ein einmaliges Effekt-Spektakel, genauso wie die computeranimierten Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans mit ihren äußerst realistischen Gesichtszügen faszinierend in Szene gesetzt sind. Doch letztlich lenken die Schauwerte von der wenig innovative Story ab. Die religiösen und gesellschaftlichen Aspekte, die mit der „Planet der Affen“-Reihe ursprünglich einhergingen, sind hier nur Beiwerk. denn sowohl die tierischen als auch die menschlichen Figuren bleiben trotz Schauspielern wie Gary Oldman weitestgehend blass. Eine Identifikation mit den Charakteren seitens des Zuschauers findet so erst gar nicht statt. Emotionen werden lediglich durch den übertriebenen Einsatz von Tränen dargeboten und spätestens hier wird deutlich, dass es sich um einen reinen Blockbuster handelt, der den Zuschauer gar nicht erst zum Nachdenken anregen will. Es bleibt zu hoffen, dass der dritte Teil der Trilogie wieder mehr inhaltliche Substanz zu bieten hat.

by Stefan Huhn

Infos zu Planet der Affen: Revolution
 
Kinostart07.08.2014
Länge131 Minuten
GenreScience-Fiction/Action
Regie Matt Reeves
DarstellerAndy Serkis,
Jason Clarke,
Gary Oldman
u.a.
Verleih20th Century Fox
Punkte7/10

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