Non Stop

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In Jaume Collet-Serras spannungsgeladenem Flugzeug-Thriller NON-STOP gibt Liam Neeson als Air-Marshal eine erfolgreiche One-Man-Show, bei der nur das Finale etwas enttäuschend ist.

Bill Marks (Liam Neeson) ist als Air-Marshal für die Sicherheit der Passagiere bei Linienflügen zuständig. Seit seine Tochter jedoch an Krebs verstorben ist, trinkt Bill zuviel Alkohol und vertreibt sich seine Dienstzeit mit heimlichen Zigaretten auf der Bordtoilette. Auf einem Flug von New York nach London ist aber seine volle Aufmerksamkeit gefragt, denn Bill erhält von einem Unbekannten Textnachrichten, in denen dieser droht, alle 20 Minuten einen Passagier zu töten, wenn nicht umgehend 150 Millionen Dollar auf ein geheimes Konto überwiesen werden. Bill versucht mit allen Mitteln, den Erpresser ausfindig zu machen, wobei ihm seitens der Behörden aufgrund seines schlechten Rufs zunächst niemand glaubt will…

Ein Air-Marshal mit Alkohol-Problem und Flugangst – das klingt nicht nach einer qualifizierten Arbeitskraft. Doch genauso wird uns der von Liam Neeson verkörperte Sicherheitsbeamte Bill Marks zu Beginn des Thrillers NON-STOP vorgestellt. Schon in Neesons Action-Paraderolle 96 HOURS werden seiner Figur einige Unzulänglichkeiten im zwischenmenschlichen Bereich angedichtet, um ihn dann als kampfstarken Helden zu präsentieren. Diese Mixtur geht auch hier auf, wenn sich der Protagonist quasi im Alleingang auf die Suche nach den Verbrechern macht und dabei stets auch anti-heldenhafte Züge aufweist. Immerhin erhält er Unterstützung von der Mitreisenden Jen (Julian Moore) und der vertrauenswürdigen Flugbegleiterin Nancy (Michelle Dockery), doch die Drecksarbeit muss der Staatsdiener auf Abwegen wie gewohnt selbst erledigen, was in harten und passabel inszenierten Nahkampf-Szenen vonstatten geht.

Auch die Spannungskurve steigt von Minute zu Minute, weil Regisseur Jaume Collet-Serra mehrere potentielle Täter präsentiert – einschließlich der Hauptfigur selbst. Demgegenüber bleiben die Charaktere etwas blass, denn der Zuschauer erfährt einfach zu wenig über ihre Vorgeschichte. So wird Bills Vergangenheit nur in wenigen Szenen plausibel gemacht und auch Nebenfiguren wie Jen deuten ihre persönliche Konflikte lediglich an, ohne dass zwangsläufig eine Verbindung zur Handlung hergestellt wird. Das trifft auch auf die Lösung des Puzzles zu, denn die Erklärung des Bösewichts für das Warum strotzt nur so vor Klischees, was aber nicht davon ablenkt, dass NON-STOP solides Action-Kino mit viel Tempo und gelegentlichem Witz ist, und dass Liam Neeson mit seiner ganz speziellen Präsenz die ideale Besetzung für die Rolle des zwielichtigen Helden ist.

by Stefan Huhn

Infos zu Non Stop
 
Kinostart13.03.2014
Länge106 Minuten
GenreThriller
Regie Jaume Collet-Serra
DarstellerLiam Neeson,
Julianne Moore,
Michelle Dockery
u.a.
VerleihStudiocanal
Punkte6/10

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