Mad Max: Fury Road

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George Millers fesselnde Materialschlacht MAD MAX: FURY ROAD erweist sich als würdiges Sequel seiner Kult-Trilogie


Im verwüsteten und von Anarchie bestimmten Australien der Zukunft wird Ex-Cop Max Rockatansky (Tom Hardy) von den Gefolgsleuten des gnadenlosen Warlords Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) gefangengenommen. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch entkommt Max schließlich doch noch, als er zwischen die Fronten von Joes Schergen und dessen abtrünnigen Vertrauten Furiosa (Charlize Theron) gerät. Von nun an ist Max Teil von Furiosas Vorhaben, fünf junge Frauen mit Hilfe eines Tanklasters vor der Verfolgung durch den brutalen Anführer zu bewahren und im paradiesischen Greenplace ins Sicherheit zu bringen…

Mit der Low-Budget-Produktion “Mad Max” schuf George Miller 1979 einen dreckigen Meilenstein des Science-Fiction-Genres, dem zwei ebenso sehenswerte Fortsetzungen folgten. In “Mad Max: Fury Rod” muss sich der Titelheld Max Rockatansky nun erneut mit barbarischen Gegnern vor apokalyptischer Kulisse prügeln. Eine Kultfilm-Reihe angemessen fortzuführen, ist stets ein schwieriges Unterfangen, wenn man den hohen Erwartungen der Fangemeinde gerecht werden möchte. Bei “Mad Max: Fury Rod” funktioniert die Transferierung in das 21. Jahrhundert hervorragend, was sicherlich auch dem Umstand zu verdanken ist, dass mit Miller der Schöpfer der Serie höchstpersönlich für den vierten Teil des Endzeit-Actioners verantwortlich ist. So gibt es neben atemberaubenden Auto-Crashs, Explosionen und Kampfeinlagen, die wie ein Tornado über den Zuschauer hinwegfegen, auch die unverzichtbaren Details eines jeden “Mad Max”-Films wie die fiesen Gegenspieler mit genialen Masken – allen voran der mit Blessuren übersäte Oberschurke Immortan Joe, der wie seine degeneriert Familie gezeichnet ist vom strahlenverseuchten Erdball.

Als Kontrast zur wilden Action vor rot leuchtendem Wüstenhintergrund stehen die ruhigen Momente im dunkelblau gefärbten, nächtlichen Mondschein. Eine Tempodrosselung, die kurz Entspannung suggeriert, um dann mit einem Knall in die nächste Runde der Verfolgungsjagd zu gehen, die zu keinem Zeitpunkt Gefahr läuft, langweilig zu werden, da sie immer wieder mit erstaunlichen Schauwerten aufwartet. Man nehme nur den skurrilen E-Gitarristen, der von einem der brachialen Mutanten-Fahrzeugen baumelt und seine Mitstreiter wild posend mit dröhnendem Heavy Metal-Sound antreibt.

Auch eine genderspezifische Neuerung hält die Inszenierung der dritten Fortsetzung parat: Natürlich darf sich Tom Hardy als Titelheld reichlich austoben und vertritt dabei mit coolem Habitus würdig seinen legendären Vorgänger Mel Gibson. Doch das Alphamännchen bekommt eine starke Frau zur Seite gestellt. Die von einer kahlrasierten, einarmigen Charlize Theron verkörperten Beschützerin des weiblichen Geschlechts erweist sich sogar ein Spur mutiger als ihr männliches Pendant. Als Max beispielsweise versucht einen herannahenden Feind aus der Ferne zu eliminieren, übergibt er die Waffe an Furiosa, die das Gewehr auf seiner Schulter anlegt und den Feind erledigt. George Millers “Mad Max: Fury Rod” ist ein nervenaufreibendes Action-Spektakel, das den Spagat zwischen düsterer Hommage an das Original und moderner Interpretation mit überragenden Spezialeffekten mit Bravour meistert.

by Stefan Huhn

Infos zu Mad Max: Fury Road
 
Kinostart14.05.2015
Länge132 Minuten
GenreAction/Science-Fiction
Regie George Miller
DarstellerTom Hardy,
Charlize Theron,
Hugh Keays-Byrne
u.a.
VerleihWarner Bros. Pictures
Punkte8/10

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