300: Rise Of An Empire

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Noam Murros Action-Spektakel 300: RISE OF AN EMPIRE punktet mit blutigen Schlachten und ästhetischen Bilder, bietet aber weniger Story als Zack Snyders Vorgängerfilm.

Im Jahre 480 vor Christus muss sich das zerstrittene Griechenland gegen die Invasion des Persischen Reichs erwehren. Angeführt von ihrem Gottkönig Xerxes (Rodrigo Santoro) kämpfen die Perser bei den Thermopylen zu Land gegen König Leonidas und seine 300 mutigen Spartaner. Gleichzeitig tobt auch auf hoher See ein unerbittlicher Kampf zwischen den Völkern, bei dem die unbarmherzige Kommandantin Artemisia (Eva Green) mit einer riesigen Flotte zahlenmäßig unterlegenen Griechen gegenübersteht. Doch deren furchtloser Feldherr Themistokles (Sullivan Stapleton) scheint von der persischen Übermacht unbeeindruckt. Mit taktischem Geschick kann er die ersten Konfrontationen für sich entscheiden, was Artemisia jedoch nicht lange auf sich sitzen lässt…

2006 avancierte Zack Snyders Kinoadaption von Frank Millers Graphic Novel 300 umgehend zum Kultfilm. Die Schlachten, Helden und übernatürlichen Geschöpfe des Original, gemischt mit einer ordentlichen Portion Pathos, kamen bei den Fans gut an – auch wenn so mancher Kritiker eine faschistische Grundhaltung konstatierte. Die Fortsetzung 300: RISE OF AN EMPIRE vom israelischen Regisseur Noam Murro, mit Unterstützung von Snyder als Drehbuchautor und Produzent, schlägt in die gleiche Kerbe, denn glorifiziertes Heldentum und blutiges Gemetzel stehen ganz klar im Vordergrund der Inszenierung. Optisch sind die Kämpfe, die dieses Mal ausschließlich auf hoher See geführt werden, ein wahrer Genuss, wenn die Wellen überneinanderschlagen und die Schiffe unter düsterem Horizont miteinander kollidieren. In Sachen Brutalität setzt Murro noch ein Schippe drauf – Körperteile fliegen im Minutentakt durch die Gegend – auch wenn der übermäßige Einsatz von CGI-Blut mit der Zeit etwas ermüdend wirkt.

Was aber im Vergleich zum ersten Teil fehlt, ist die Charakterisierung der Figuren – besonders auf der Seite der als Guten definierten Griechen erfährt man kaum etwas Persönliches, außer dass sie wild entschlossen sind, ihr Vaterland zu verteidigen. Stattdessen erfahren wir umso mehr über den Hintergrund der übelsten Feindin der Spartaner in Person der Kriegsherrin Artemisia: Ihre Familie wurde ihr im Kindesalter entrissen und getötet, während sie Folter und Vergewaltigung über sich ergehen lassen musste. Dementsprechend brutal geht die schöne Schlächterin nun selbst zu Werke, wenn sie einem Gefangenen erst den Kopf abschlägt, um ihm dann einen Abschiedskuss auf das abgetrennte Haupt zu geben. 300: RISE OF AN EMPIRE lässt inhaltlich etwas zu wünschen übrig, konzentriert sich dafür aber auf epochale Schlachten-Szenen mit spektakulär inszenierten Bildern.

by Stefan Huhn

Infos zu 300: Rise Of An Empire
 
Kinostart06.03.2014
Länge102 Minuten
GenreAction, Fantasy
Regie Noam Murro
DarstellerSullivan Stapleton,
Eva Green,
Rosdrigo Santoro
u.a.
VerleihWarner Brothers
Punkte6/10

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