Nicola Peltz Interview (“Transformers 4″)

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Mit ihren zarten 19 Jahren ist Nicola Peltz heute, wo andere ihr ganzes Leben nicht landen: In einem Michael-Bay-Film. Nicht nur in irgendeinem – im ersten Stück der Anschlusstrilogie zu den ersten drei “Transformers”-Teilen. Vorausgegangen sind ihr die Schönsten der Schönen: Die Blondine mit den stechenden Augen steht durch Bays Dreistündler in direktem Vergleich mit Vorgängerinnen wie Megan Fox. Bescheiden bleibt sie trotzdem: Vergleiche mit Scarlett Johansson lassen sie erröten. Lob für ihre Rolle macht sie verlegen und die Komplimente von Co-Star Jack Reynor lassen sie abwinkend kichern. Das hört sich nach Girlie an? Nichts da, denn die Newcomerin aus Westchester County hat deutlich mehr zu bieten als ihre markante Bettgeflüster-Stimme, unverschämt volle Lippen und riesige, grünlich graue Augen: Auf der Pressekonferenz lässt sie sich zu jedem Spaß hinreißen, ihren Co-Stars gegenüber teilt sie gerne aus und einen Wunsch ausschlagen lässt sie sich nie, so Film-Vater Mark Wahlberg. Dass sie auch ganz anders kann als sich schön ansehen zu lassen, lässt schon ihr familiärer Hintergrund erahnen. Der Bates-Motel-Star ist mit mehreren Brüdern aufgewachsen – denen sie mit ihrem “Transformers”-Auftritt den Spaß verdirbt. Eine echte Frau ist nun mal ein harter Kerl – das kann Nicola Peltz nur bestätigen…


Zwischen dir und Jack Reynor herrscht extreme Vertrautheit. Kanntet ihr euch vor “Transformers”?

Nein, Jack und ich kannten einander zuvor überhaupt nicht. Unser erstes Aufeinandertreffen fand bei den Proben statt.

Was macht das Transformers- Franchise so erfolgreich?

Ich denke, dass Michael Bay ein Genie ist. Ich habe sehr viel Glück, dieses Mal dabei sein zu dürfen. Was er auf die Leinwand bringt, ist Wahnsinn. Kein anderer schafft es, das Menschliche so überzeugend mit der Action zu verweben. Seine Charaktere sind interessant und ausgewogen. Jeder findet in einem Michael-Bay-Film eine Figur zur Identifikation. Zusätzlich dazu sind alle Action-Szenen seiner Filme einfach verrückt. Ich habe jüngere Brüder und sie würden für die Transformer-Filme sterben. Gerade sind sie aber sehr enttäuscht, dass Rosie (Huntington-Whiteley) nicht mehr dabei ist. Ich glaube es ist ihr größter Alptraum, statt ihr die große Schwester darin zu sehen (lacht).

Wie ist es, mit 6 Brüdern aufzuwachsen?

Ich habe es geliebt. Ich glaube, ich könnte niemals Einzelkind sein. Mit meinen Brüdern aufzuwachsen hat mich darauf vorbereitet, einen Michael-Bay-Film zu drehen (lacht). Es war nicht immer leicht und sie haben mich abgehärtet. Ich habe mit ihnen oft Eishockey gespielt. Alle dachten, das wäre es, wie ich aufs College kommen würde. So ist es dann wohl nicht ausgegangen (lacht).

Welchen Berufswunsch hatten deine Eltern für dich?

Nicht Schauspielerin (lacht). Meine Eltern wollten mich nicht in Hollywood sehen. Aber wenn etwas deine Leidenschaft ist, dann kannst du gar nicht damit aufhören – selbst wenn du wolltest. Es war hart meine Eltern zu überzeugen, aber es hat geklappt. Ich war damals 12 und süchtig nach der Schultheatergruppe. Ich hatte eine tolle Schauspiellehrerin. Sie hat mich hervorragend in die Schauspielerei eingeführt. Meine erste Rolle war ein Busch (lacht). Als ich kurz darauf meinen ersten Job bekam, wurde es leichter, weil meine Mutter gesehen hat, wie hart ich für diesen Traum arbeite.

Glaubst du an den großen Durchbruch mit einem Blockbuster wie diesem?

Schauspielerei ist, was ich liebe und ich fühle mich sehr geehrt, mit all diesen Talenten zusammenarbeiten zu dürfen. Natürlich hoffe ich, dass ich fortan immer wieder eine Rolle bekommen werde. Das hier ist meine große Leidenschaft, aber statt an Morgen zu denken genieße ich lieber die erfüllenden Erfahrungen, die ich jetzt gerade erleben darf.

Ist es für dich einschüchternd, dass dich plötzlich jeder erkennt?

Bei mir zu Hause werde ich kaum erkannt. Auf dem Roten Teppich natürlich schon, aber das ist für mich nicht einschüchternd, sondern einfach nur aufregend. Ich darf all diese tollen Kleider anprobieren und mit dieser hart arbeitenden und riesigen Transformers-Familie zusammenkommen. Ich darf all das mit den Fans des Franchise teilen und mit ihnen Spaß haben. Das ist eine wirklich aufregende Erfahrung für mich.

Was hast du durch “Transformers – Ära des Untergangs” gelernt?

Ich habe viel über Kamerabewegungen und die Geschehnisse hinter den Kulissen gelernt. Am Anfang kommt man aufs Set und denkt, dass man sich nur um seine eigene Rolle kümmern muss, aber das stimmt nicht im Geringsten. Damit ein guter Film entsteht, muss einfach alles zusammenspielen. So viele Menschen sind involviert.

Was sagst du zu den Negativ-Kritiken?

Ich lese die Kritiken nicht. Lieber sehe ich mir den Film mit ein paar Leuten zusammen an. Ich war hin und weg, als ich die Endversion zum ersten Mal gesehen habe. Das war zusammen mit meiner Mutter. Die Chance, die Michael Bay mir und Jack (Reynor) mit diesem Film gibt, ist unvorstellbar.

Bist du dementsprechend eher an den Reaktionen der Fans interessiert und holst dir deren Feedback über Social Networks?

Auf der einen Seite halte ich Twitter und Facebook für eine großartige Sache, näher am Puls der Dinge zu sein. Man kann direkten Kontakt zu den Fans pflegen, aber es gibt da eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte. Man lässt sich schnell zu sehr auf die Menschen ein. Ich möchte nicht diejenige sein, die sofort nach dem Handy greift, nur weil eine Benachrichtigung aus dem Internet ankommt. Ich bleibe gerne im Moment und konzentriere mich auf die Menschen, mit denen ich gerade zusammen bin.

Habt ihr gefeiert, als ihr gestern von dem lukrativen Filmstart erfahren habt?

Jeder Tag ist für uns gerade eine Riesenparty. Wir sehen all diese tollen Orte, treffen all diese tollen Fans und feiern mit ihnen. Ich bin wirklich bewegt darüber, wieviel Zuspruch der Film bekommt. Wir hatten gestern auf der Europa-Premiere die Möglichkeit, uns viel Zeit für die Fans hier in Deutschland zu nehmen. Das war wundervoll.

Hast du eigentlich deutsche Vorfahren?

Wurzeln habe ich überall – ich bin eine wilde Mischung. Da ist zum Beispiel ein bisschen Italienisches und ein wenig Österreichisches in mir. Ich bin überglücklich, heute hier zu sein. Das ist ein wunderschönes Land. Meine Schwester hat übrigens gerade erst einen Deutschen geheiratet (lacht).

Vor “Transformers” warst du 1,5 Staffeln lang in “Bates Motel” zu sehen. Wirst du wieder in der Serie auftauchen?

Ja, ich denke schon. Ich hoffe es zumindest. Ich weiß noch nicht wann oder wie, aber sie haben mich nicht umgebracht. Das ist ein gutes Zeichen, oder? (lacht)

by Sima Moussavian

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