James Cordon Interview (“Into the Woods”)

james_cordon

Entania: Wie hat sich Ihre Sicht auf die Welt verändert, seitdem Sie Vater sind?

James Corden: Kinder verändern dich wirklich sehr. Das Schöne an “Into the Woods” ist, wie in dem Song “No one is alone” zwei Erwachsene zu zwei Kindern sagen, dass auch Riesen gut sein können und auch Hexen recht haben können und man selbst entscheiden muss, was gut und was richtig ist. Der Film sagt uns, dass einem auch üble Dinge widerfahren, ob man will oder nicht. So ist das Leben eben. In solchen Momenten kann es sich so anfühlen, als ob man vollkommen alleine auf der Welt wäre. Doch in Wahrheit steht man nicht allein damit da. Ich finde es gut, wenn Kinder das hören, anstatt ihnen zu sagen, dass immer alles toll ist. Egal, wer man ist oder was man tut: Schlimme Dinge bleiben im Leben nicht aus.

Entania: Das ist das Tolle an Märchen: Es gibt trotz des Happy Ends düstere, unheilvolle Aspekte.

Corden: Ja, das stimmt. Nur das “Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende” existiert in Wirklichkeit nicht. Märchen sagen dir zwar, dass das Leben schlimm sein kann, doch sie sagen dir auch, dass es für immer großartig sein kann, wenn man die Dinge nur richtig macht. Das Tolle an “Into the Woods” ist aber, dass Anna Kendrick als Cinderella eine erwachsene, selbstbewusste Frau ist, die erkennt, dass das Ganze sich nicht ganz so entwickelt hat, wie sie es sich vorgestellt hatte. Es gibt hier kein “Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende”. Es ist wie bei den Leuten, die unglücklich sind und sich ein Lotterielos kaufen. Selbst wenn sie in der Lotterie gewinnen, kann man sicher sein, dass sie in einem Jahr immer noch unglücklich sind. Sie haben dann bloß bessere Schuhe an.

Entania: Emily Blunt, die in “Into the Woods” Ihre Frau spielt, kennen Sie schon länger, nicht wahr?

Corden: Ja, ich kenne sie schon eine ganze Weile. Als wir uns das erste Mal trafen, haben wir ein klein wenig über den Durst getrunken. Leute, die den Film sehen, sagen mir immer, dass die Chemie zwischen uns beiden toll ist. Es ist großartig, mit ihr zusammenzuarbeiten. Für mich liefert sie in dem Film ihre beste Leistung ab und sie hat bereits sehr viele großartige Performances gegeben.

Entania: So wie Sie hat ja auch Emily bereits ein Kind.

Corden: Ja, während der Dreharbeiten war sie schwanger. Als jemand, der selbst Vater ist, konnte ich mich gut mit den Sorgen meines Filmcharakters identifizieren, der daran zweifelt, ob er ein guter Vater sein wird. Ob man nun Mutter oder Vater wird: Es gibt wohl niemanden, der ganz unbesorgt ist, wenn es soweit ist.

by Carlos Corbelle

Weitere spannende Fragen und Antworten des Schauspielers aus “Into the Woods” könnt ihr auf ZOLANIS nachlesen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>