Christian Bale & Ridley Scott Interview (“Exodus – Götter und Könige”)

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Zu Beginn von “Exodus: Götter und Könige” ist Moses ein Prinz und macht dann eine große Entwicklung durch.

Christian Bale: Es ist immer wundervoll, einen Charakter zu spielen, der eine ungeheure Entwicklung durchmacht. Er ist jemand, der sich neu erfinden muss. Nachdem er am Tiefpunkt ankommt, findet er das mit Abstand Wertvollste in seinem Leben: seine Familie. Danach ist er jedoch gezwungen, seiner Berufung zu folgen, auch wenn sie mit großen Schmerzen verbunden ist. Einen viel faszinierenderen Charakter als Moses zu kriegen, ist kaum möglich.

Wie kamen Sie darauf, Christian Bale für die Rolle auszuwählen?

Ridley Scott: Beim Lesen von Drehbüchern habe ich eine sehr visuelle Herangehensweise, so dass ich bereits alles vor mir sehe. Dabei hatte ich die ganze Zeit ihn vor Augen. Es musste einfach Christian werden. Also sprach ich mit ihm darüber und fragte ihn, was er davon hielt.

Haben Sie auf Anhieb zugesagt?

Bale: Ich fragte mich zunächst, wie ich um alles in der Welt Moses spielen sollte. Immerhin ist er eine der einflussreichsten Figuren der Menschheitsgeschichte. Ich fragte ihn zunächst, ob es eine moderne Neuinterpretation werden sollte, was er jedoch verneinte. Ich hatte Ridley bereits vor Jahren kontaktiert, um ihm zu sagen, dass ich gerne mit ihm arbeiten würde. Daher sagte ich sofort zu und fing gleich darauf damit an, so viele Filme wie möglich zu sehen und so viel wie möglich darüber zu lesen.

Das Kino scheint es angesichts veränderter Rezeptionsbedingungen – beispielsweise durch Video on Demand – nicht leicht zu haben.

Scott: Heutzutage kann man sich für relativ wenig Geld einen riesigen Fernseher ins Wohnzimmer stellen, doch ich finde es wichtig, ins Kino zu gehen. Es wäre wirklich tragisch, wenn das Kino verschwinden würde. Aber die Technologie ermöglicht es nun mal, sich die Filme auch zu Hause in guter Qualität anzuschauen, während das Kino teuer ist, vor allem, wenn man mit der ganzen Familie hingeht. Daher versuche ich Filme zu machen, die man aufgrund ihrer Größenordnung im Kino sehen sollte. Ich habe auch kleinere Filme wie “Tricks”, “Ein gutes Jahr”, “Thelma & Louise” und “The Counselor” gemacht, die man sich auch zu Hause anschauen kann – auch wenn es zu Hause einfach nicht dasselbe ist.

by Carlos Corbelle

Den Anfang des Interviews findet ihr auch noch einmal auf ENTANIA, während ihr den 2. Teil auf ZOLANIS nachlesen könnt.

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