Bates Motel

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Dass “Max Thierot going psycho” ein durchaus erfolgsversprechendes Filmkonzept sein kann, hat sich mit “House at the Ende of the Street” unlängst erwiesen. In den USA ist der 25-Jährige nun in der neuen Suspense-Serie “Bates Motel” zu sehen. Siehe da sollte auch deren Konzept durch den Ausdruck “going psycho” auf mehr als nur einer Ebene erfasst sein. So nimmt die A&E Serie sich der Story um Serienkiller Norman Bates an, der die Leinwand erstmals als zentrale Figur von Alfred Hitchcocks “Psycho” eroberte. Bei dem Film handelt es sich um eine Adaption von Robert Blochs gleichnamigem Roman, die die filmische Darstellung von Gewalt und Sexualität enttabuisierte und die Horrorfilmgeschichte durch einschlägige Kompositionen wie seine fast historische Dusch-Szene prägte. Das bloße Wissen über ein Serien-Projekt, das sich an Hitchcocks “Psycho” aus den 60ern heranwagt, bereitet einem nun gerade wegen des Kults um “Psycho” unwohle Gänsehaut – das nicht etwa aus den Gründen, aus denen ein guter Horrorfilm einem mit all seinem Grauen Gänsehaut spüren lässt. Der Gedanke an eine episodische Adaption von “Psycho” stellt einem vielmehr wegen des Grauens die Haare auf, zu dem die Umsetzung eines solchen Projekts erfahrungsgemäß werden kann. So möchte man den mutigen Filmemachern hier doch ähnlich wie allen naiven Horrorfilmcharakteren auf der Leinwand zurufen “Don’t go there! Tu das nicht!”, weil man das Grauen schon kommen sieht. Wer könnte wohl auf die irrsinnige Idee kommen, einen epischen Kultfilm wie “Psycho” zu einer modernen Serie umzustricken, wenn “Psycho” die Latte derart hoch gehängt hat?

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Revenge – Emily Vancamp als Rachegöttin

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“Dies ist keine Geschichte von Vergebung.” – beginnt eine Serie mit einem Kill-Bill-ähnlichen Voice-Over jener Art, so wird man sich von ihr vor allem 3 Dinge erwarten: Gnadenlose Action, gnadenlosen Style und das Potenzial zum Kult. Ja, Revenge-Creator Mike Kelley hat Branchenerfahrung und ja, darunter auch Kult-Serienerfahrung, so beispielsweise über O.C. California. Ein Quentin Tarantino aber ist er genauso wenig wie eines der anderen Crew-Mitglieder. Verwunderlich gar, dass “Revenge” trotz einiger Unstimmigkeiten einen tarantino-ähnlichen Charme mit philosophischem Touch entfaltet, der überraschend hohes Sucht-Potenzial hat.

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Hannibal

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Was Kultpsychopathen betrifft, sind die Serienproduzenten auf den Geschmack gekommen. Hat “Bates Motel” sich gerade erst aufgemacht, “Psychos” Norman Bates wieder zu beleben, um ihn episodischen Irrsinn der Spitzenklasse verbreiten zu lassen, so hat NBC selbiges nun mit Kannibalen Hannibal Lecter vor. Wöchentlich lädt der nun zum Dinner, doch stellt sich durchaus die Frage, ob das Fernsehpublikum darauf überhaupt Appetit bekommen sollte.

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The Walking Dead – 10 Schritte zum Zombie-Erfolg

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Zombie-Apokalypse im Serienformat ist definitiv gewagt, denn was gibt es über die Zombie-Apokalypse schon großartig zu sagen? Weltuntergangsstimmung, Überlebenskampf, Gemetzel – mehr hatte zumindest so manch ein Zombie-Film der letzten Jahre nicht zu erzählen. Das sollte Grund genug sein, dass bisher niemand Zombies serienfähig machen wollte, denn wie sollen mehrere Staffeln a 16 Episoden vom Überlebenskampf in der postapokalyptischen Welt erzählen, ohne langweilig zu werden? “The Walking Dead” nimmt sich eines Erklärungsversuchs an und eins muss man der Serie lassen – mutig und neu ist das Konzept episodischer Zombie-Wahnsinn allemal. Nun also zum Erklärungsversuch:

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Dracula (2013)

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“Wenn du mein sein willst, werde ich dich glücklicher machen als Gott selbst in seinem Paradies. Ich bin die Schönheit; ich bin die Jugend, ich bin das Leben. Wenn du kommst, werden wir die Liebe sein.” Zitat erkannt? So verführerisch mystisch war seinerzeit wohl nur Bram Stoker, dessen “Dracula” bis heute als eines der ikonischsten und am häufigsten adaptierten der Filmgeschichte gilt. 1992 erstmals adaptiert und als Inspirationsgeber nicht zuletzt für die rekordbrechenden Erfolge der Twilight-Saga verantwortlich hat der Roman die Filmgeschichte revolutioniert. Dass NBC Universal und Sky Living eine dramatische Horror-Serie in Produktion geschickt haben, die sich an Stoker orientiert, sollte daher keine allzu große Überraschung sein. Fällig war ein solches Projekt unlängst und doch bleibt es eine große Herausforderung, dem großen Stoker auf episodische Weise gerecht zu werden.

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